Artist Diploma Physical Theatre 2026 an der Folkwang Universität der Künste
Vom 25. bis 28. März im Pina Bausch Theater am Campus Essen-Werden
Ab dem 25. März hat die interessierte Öffentlichkeit an vier Abenden wieder die Möglichkeit, neue selbstständige künstlerische Arbeiten von Absolvent*innen des im deutschsprachigen Raum einzigartigen Studiengangs Physical Theatre zu erleben. Alexandra Entenmann, Sara Lise Guaitini, Selma-Lou Haß, Liv Kallmeyer, Fine Kroke und Zoe Celine Krüger präsentieren thematisch vielfältige und stilistisch mutige Stücke, die mit hohem Körpereinsatz auf die Bühne gebracht werden.
Im Pina Bausch Theater am Campus Essen-Werden öffnen sie Welten, in denen mal die Liebesbeziehung als neue Religion gilt, das Leben als Spielplatz gedacht wird, neue und unerforschte Beziehungsnarrative im Reich der Träume erkundet werden, eine Geschichte über ein Zuchthaus in Essen-Werden erzählt oder der Frage nachgegangen wird: Wer war Opa?
Unter der Leitung von Thomas Stich, Professor für Physical Theatre an der Folkwang Universität der Künste, setzen die Absolvent*innen die Stücke von der Idee über den Text bis zur Inszenierung komplett eigenverantwortlich um.
Die Artist Diploma Physical Theatre finden von Mittwoch, den 25. März, bis Samstag, 28. März, jeweils um 19.30 Uhr im Pina Bausch Theater am Campus Essen-Werden statt. Karten gibt es zum Preis von 7 Euro (ermäßigt 5 Euro) über die Folkwang Kartenhotline unter 0201_4903-231, per Mail unter karten@folkwang-uni.de und gegebenenfalls an der Abendkasse.
Hinweis: Es werden zwei unterschiedliche Programme präsentiert:
Programm Mittwoch, 25. März, und Freitag, 27. März:
„Buio“ (Arbeitstitel) von Sara Lise Guaitini
„Buio“ erkundet das Reich der Träume als Möglichkeit, um neue Beziehungsnarrative und unerforschte Wege für menschliche Verbindungen zu suchen. Durch Wiegenlieder, Gebete und Künstler*innengespräche untersucht „Buio“ die Art und Weise, wie wir in der heutigen Gesellschaft mit uns selbst und miteinander umgehen, indem es Empathie und Intuition hervorruft und die Ambivalenz zwischen Trauer und Freude erforscht.
Spiel/Performance: Sara Lise Guaitini, Sofia Holz, Brunella Sabatino
Musik: Polina Gigauri, Paul Geiter, Jakob Holtmann
„Revolution Werden“ von Liv Kallmeyer
März 1920 im Zuchthaus Werden und der größte Generalstreik der deutschen Geschichte. Musikalisch, tänzerisch, spielerisch treffen in diesem Stück Erfundenes und wahre Begebenheit aufeinander. Wie ist unser Werden eigentlich geworden?
Spiel/Performance: Liv Kallmeyer, Ley Akpinar, Alper Adem Yilmaz
Musik: Liv Kallmeyer, Chiara Rüßmann, Victoria Stellpflug, Elio Nini
Programm Donnerstag, 26. März, und Samstag, 28. März:
„Schatz&Schatz“ von Alexandra Entenmann und Fine Kroke
In Zeiten, in denen die Liebesbeziehung als neue Religion gilt, begeben sich „Schatz&Schatz“ auf eine sisyphosartige Mission, die von Langeweile und Faszination, hilfloser Ungeduld, dem Warten auf eine Erfüllung und dem Versuch, den Sinn ihres Daseins zu finden, geprägt ist. Es wird gebumst, gestritten und geliebt.
Spiel/Performance: Alexandra Entenmann und Fine Kroke
„Cocoon“ von Selma-Lou Haß
Was wäre, wenn das Leben ein Spielplatz wäre, auf dem wir ausprobieren können, wie wir einander begegnen, wie wir miteinander in Kontakt treten? Wie wir mit Schüchternheit, Scham und Unbeholfenheit umgehen können? Was wäre, wenn noch nichts festgelegt wäre? Was wäre, wenn wir alle Teenager wären? Teenagers forever.
Spiel/Performance: Selma-Lou Haß, Nicol Memoli, Denis Okatan, Salomo Immoos, Rosanna Veza Schardt
Musik: Fanni Kühn, Béla Baumann
„EY OPA/Das Ende der Rindheit“ von Zoe Celine Krüger
Ein Stück über ein Erbe, das mehr Fragen hinterlässt als Antworten. Wer war Opa? Spieler, Frauenheld, ein Schwindler? Zwischen Rinderwahnsinn und Casinohölle trifft Biografie auf Fiktion. Er ist weg. Und doch bleibt er. In Dingen, in Geschichten, in den Leerstellen. Wie lange hallt ein Erbe nach? Und wie skurril ist Erben eigentlich?
Spiel/Performance: Frida Elianne Stroomer, Anna Tabea Stockbrügger, Knut Gerhard Kolckmann, Zoe Celine Krüger
Musik und Sound: Béla Baumann